Lifestyle Italien http://www.lifestyle-italien.de Blog für italienische Lebensart Sun, 20 Mar 2016 10:45:32 +0000 de-DE hourly 1 http://www.lifestyle-italien.de/wp-content/uploads/2015/12/150203_Italien_rund_klein-150x150.png Lifestyle Italien http://www.lifestyle-italien.de 32 32 Ostern in Italien – wie dort gefeiert wird http://www.lifestyle-italien.de/2016/03/20/ostern-in-italien-wie-dort-gefeiert-wird/ http://www.lifestyle-italien.de/2016/03/20/ostern-in-italien-wie-dort-gefeiert-wird/#comments Sun, 20 Mar 2016 10:45:32 +0000 http://www.lifestyle-italien.de/?p=1402 Ostern in Italien (ital. Pasqua) ist eines der wichtigsten Feste des Jahres. Doch es wird mit anderen Bräuchen als in Deutschland gefeiert. Prozessionen am Karfreitag Am Karfreitag, der in Italien kein Feiertag ist, finden abends festliche Prozessionen statt. Die Menschen schweigen, während das Kirchenkreuz zur Erinnerung an den Leidensweg Jesu durch die Straßen getragen wird. Im toskanischen Grassina bei Florenz… Read more →

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Ostern in ItalienOstern in Italien (ital. Pasqua) ist eines der wichtigsten Feste des Jahres. Doch es wird mit anderen Bräuchen als in Deutschland gefeiert.

Prozessionen am Karfreitag

Am Karfreitag, der in Italien kein Feiertag ist, finden abends festliche Prozessionen statt. Die Menschen schweigen, während das Kirchenkreuz zur Erinnerung an den Leidensweg Jesu durch die Straßen getragen wird.
Im toskanischen Grassina bei Florenz gibt es am Karfreitag eine Darstellung der Christuspassion. Rund 500 Personen in antiken, historischen Gewändern ziehen dann durch die Straßen des Ortes. Am Kalvarienberg angekommen, werden Szenen aus der Zeit vor Jesus Geburt nachgespielt.
Und in Greve, in der Chianti-Region schießt man von der Kirche aus eine weiße Kunststofftaube an einem Drahtseil über den Platz. Die Anwohner applaudieren und schauen gespannt, ob es die Taube hin- und wieder zurückschafft.

Riesiges Schokoladenei im Latium

An Ostern in Italien findet in Castiglione im Latium alljährlich ein Wettbewerb um das größte Schokoladenei statt und das kann einen Umfang von mehr als 2,50 Meter haben. Da die örtliche Schokoladenfabrik Santori das Ei jedes Jahr größer werden lässt, sind alle immer sehr gespannt. Anschließend wird die Schokolade kostenlos auf der Piazza verteilt und das Ereignis bei einem gemeinsamen Mittagessen gefeiert.
In Assisi, in der Region Umbrien wird am Gründonnerstag das Kreuz Jesu in der Kathedrale von San Rufino aufgestellt. Am Karfreitag trägt man es in einer Prozession von der Kathedrale in die Basilika des Heiligen Franziskus. Am Abend wird die Madonnen-Statue dann mit einem Fackelzug in die Basilika gebracht.

Ostern in Italien, ein Fest mit Freunden und Verwandten

Natale con i tuoi, pasqua con chi vuoi – Weihnachten mit der Familie, Ostern mit wem du willst – nach diesem Motto verbringt man Ostern mit der Familie und vielen Freunden. Das Mittagessen nach der Ostermesse am Vormittag dauert meist viele Stunden.

Wie in Deutschland genießt man auch in Italien gerne ein Osterlamm. Den süßen Abschluss des aus vielen Gängen bestehenden Essens bildet die „Colomba pasquale“. Das ist ein Hefekuchen, der in Form einer Taube (als Symbol für Jesus) gebacken und mit Mandeln oder Rosinen dekoriert wird. In den südlichen Regionen gibt es dazu einen Reiskuchen. Reis gilt nämlich als Zeichen der Fruchtbarkeit. Außerdem wird die sonntägliche Osterfeier meist von Musik und Tanz begleitet.

Am Ostermontag bricht die ganze Familie zusammen mit Freunden zu einem Ausflug mit gemeinsamem Picknick auf. „Pasquetta“ – „kleines Ostern“ – wird dieser Tag genannt. Auf keinen Fall darf hier die „Torta di Pasquetta“ fehlen, ein herzhafter Kuchen aus Blätterteig, gekochten Eiern, Ricotta und Spinat, der warm oder kalt schmeckt. Mit vollgepackten Picknickkörben, Klappstühlen und Decken geht es ins Freie. Da an Ostern auch die Eissaison beginnt, werden die Gelaterie gestürmt. Das Ganze endet schließlich am Abend mit einem romantischen Essen bei Kerzenlicht im Restaurant oder daheim.

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Die 5 besten Hotels am Gardasee http://www.lifestyle-italien.de/2016/03/09/die-5-besten-hotels-am-gardasee/ http://www.lifestyle-italien.de/2016/03/09/die-5-besten-hotels-am-gardasee/#respond Wed, 09 Mar 2016 12:03:03 +0000 http://www.lifestyle-italien.de/?p=4157 Der Gardasee ist eines der beliebtesten Reiseziele in Italien. In nur wenigen Stunden kann man ihn von München aus erreichen. Es gibt dort unzählige Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preislagen, aber die nachfolgenden Unterkünfte sind für mich die 5 besten Hotels am Gardasee. Grand Hotel Fasano zählt zu den besten Hotels am Gardasee In Gardone di Riviera, direkt am Westufer des Lago… Read more →

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besten Hotels am GardaseeDer Gardasee ist eines der beliebtesten Reiseziele in Italien. In nur wenigen Stunden kann man ihn von München aus erreichen. Es gibt dort unzählige Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preislagen, aber die nachfolgenden Unterkünfte sind für mich die 5 besten Hotels am Gardasee.

Grand Hotel Fasano zählt zu den besten Hotels am Gardasee

In Gardone di Riviera, direkt am Westufer des Lago di Garda, liegt das Grand Hotel Fasano (Foto). Das Gebäude des 5-Sterne Luxushotels stammt aus dem 19. Jahrhundert und war ursprünglich der Jagdsitz des Kaisers von Österreich. Heute gehören zur eleganten Anlage vier Restaurants, ein großer Park mit Palmengarten, ein privater Seezugang,  sowie ein Spa-Bereich, der keine Wünsche offen lässt. Und natürlich sind die Zimmer ebenfalls erstklassig und mit wertvollen Antiquitäten ausgestattet.
Grand Hotel Fasano, Corso Zanardelli, 190, I-25083 Gardone Riviera.

Hideaway oberhalb des Sees – Boutique Hotel Villa Sostaga

Ein weiteres Hotel in einem historischen Gebäude ist das 4-Sterne Boutique Hotel Villa Sostaga in Navazzo di Gargnano, das auf einem Hügel über dem Westufer des Gardasees thront. Einst war es die Jagd- und Sommerresidenz des Grafen Giuseppe Feltrinelli.
Das heutige Hotel verfügt über 19 individuell eingerichtete Zimmer, einen schönen Park mit Pool, einen Wellnessbereich mit Türkischem Bad und ein ausgezeichnetes Restaurant.
Besonders erwähnenswert ist der atemberaubende Blick auf den See und das romantische Ambiente dieses Hideaways.
Boutique Hotel Villa Sostaga, Via Sostaga, 19, I-Navazzo di Gargnano.

Das rustikale Relais Corte Guastalla

Das Relais Corte Guastalla ist ein in den Weinbergen gelegenes 3-Sterne „Rustico“ und rund 12 Kilometer vom See entfernt. Wer Ruhe und Entspannung sucht, sollte hier übernachten. Das Herrenhaus aus dem 15. Jahrhundert verfügt über 6 großzügige und geschmackvoll eingerichtete Zimmer und Appartements, die zum Teil einen Privatgarten haben. Zur Anlage gehört außerdem ein moderner Pool und ein schöner Garten. Ein Restaurant gibt es nicht, lediglich einen Frühstücksraum mit Terrasse.
Relais Corte Guastalla, Via Guastalla Vecchia, 11, I-37060 Sona.

Punta San Vigilio - die besten Hotels am Gardasee Punta San Vigilio Steg - Die besten Hotels am GardaseeInselfeeling in der Locanda San Vigilio

Die Locanda San Vigilio (Fotos) liegt am Ostufer, auf der Halbinsel Punta San Vigilio bei Garda. Das Gebäude des Hotels stammt aus dem 16. Jahrhundert und bietet komfortable Zimmer, die mit antiken Möbeln ausgestattet sind. Zur Anlage gehören ein Außenpool, ein eigener Strand und ein Restaurant. Durch seine außergewöhnliche Lage hat das Hotel einen einzigartigen Charme.
Locanda San Vigilio, Punta San Vigilio, I-37016 Garda.

Ländlich im Agriturismo Pratello

In Padenghe sul Garda, etwa 10 km vom südlichen Gardasee entfernt, befindet sich die Unterkunft Agriturismo Pratello. In diesem schönen Weingut gibt es preiswerte Zimmer in unterschiedlicher Größe und Ausstattung,  einen Außenpool, einen Schwimmteich und ein Restaurant mit guter regionaler Küche.
Azienda Agricola Pratello, I-25080 Padenghe sul Garda.

 

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Trentino Südtirol, abwechslungsreicher Touristenmagnet http://www.lifestyle-italien.de/2016/02/03/trentino-suedtirol-abwechslungsreicher-touristenmagnet/ http://www.lifestyle-italien.de/2016/02/03/trentino-suedtirol-abwechslungsreicher-touristenmagnet/#respond Wed, 03 Feb 2016 17:19:37 +0000 http://www.lifestyle-italien.de/?p=4130 Trentino Südtirol (ital. Trentino-Alto Adige) ist die nördlichste Region Italiens. In den beiden autonomen Provinzen, die zu den wohlhabendsten des Landes gehören, leben etwa eine Million Menschen. Die meisten Südtiroler sprechen Deutsch Trentino Südtirol grenzt an die Lombardei, Österreich, die Schweiz und Venetien und ist landschaftlich von den Alpen geprägt. Auf Italienisch heißt Südtirol Alto Adige, also übersetzt Oberetsch. Die… Read more →

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Trentino SüdtirolTrentino Südtirol (ital. Trentino-Alto Adige) ist die nördlichste Region Italiens. In den beiden autonomen Provinzen, die zu den wohlhabendsten des Landes gehören, leben etwa eine Million Menschen.

Die meisten Südtiroler sprechen Deutsch

Trentino Südtirol grenzt an die Lombardei, Österreich, die Schweiz und Venetien und ist landschaftlich von den Alpen geprägt. Auf Italienisch heißt Südtirol Alto Adige, also übersetzt Oberetsch. Die Etsch ist nämlich der größte Fluss der Region. Auch der nördliche Teil des Gardasees gehört zu Trentino Südtirol. Die Region ist politisch gesehen in zwei autonome Provinzen, nämlich Trient und Bozen aufgeteilt. Die Hauptstadt der Region ist Trient. Während in Südtirol mehr als zwei Drittel der Bevölkerung deutschsprachig sind, wird im Trentino hauptsächlich Italienisch gesprochen.

In den 1920er Jahren wurde die Italianisierung erzwungen

Das Trentino war seit dem Mittelalter mit dem österreichischen Tirol verbunden, das jahrhundertelang eine mächtige Rolle in Europa spielte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die österreichisch-ungarische Monarchie aufgelöst und Südtirol Italien zugesprochen. 1922 zwang Mussolini die Region sich zu italianisieren. Die deutschen Städte- und Ortsbezeichnungen wurden ins Italienische übersetzt und in allen öffentlichen Einrichtungen durfte man die deutsche Sprache nicht mehr benutzen. 1939 vereinbarten Mussolini und Hitler, dass sich die Südtiroler entscheiden dürfen, ob sie lieber nach Deutschland ziehen oder in Italien bleiben. Die Mehrheit wollte zwar nach Deutschland, aber nur ein Teil setzte den Wunsch auch tatsächlich um. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Brennergrenze schließlich Italien zugesprochen. Seit 1946 gibt es ein Abkommen zwischen Italien und Österreich, dass Südtirol Autonomierechte hat und die deutsche und italienischen Sprache jeweils gleichgestellt sind. Die vollständige Autonomie Südtirols wurde 1972 zwischen Rom und Bozen beschlossen und seit damals gelten die deutschsprachigen Südtiroler als meistgeschützte Minderheit in ganz Europa.

Größte Burgendichte in Europa

Lange Zeit lebte die Region von der Agrarwirtschaft. Doch seit den 1950er Jahren ist die Haupteinnahmequelle der Tourismus. Die Besonderheit ist die Mischung aus alpiner Gemütlichkeit und italienischem Flair. Ob zum Törggelen, Wandern, Skifahren oder nur für einen Kurztrip – in Trentino Südtirol kann man ganzjährig erholsame Tage in außergewöhnlich schöner Landschaft verbringen. Und wer sich für Burgen interessiert, ist in diesem Teil Italiens ebenfalls gut aufgehoben. Hier gibt es die größte Burgendichte Europas, nämlich insgesamt 450 Burganlagen.

Meine persönlichen Tipps für Trentino Südtirol

Ich fahre gerne übers Wochenende nach Trient. Die Hauptstadt der Region hat rund 120.000 Einwohner und ein schönes Zentrum mit guten Einkaufsmöglichkeiten. Übernachten kann man zum Beispiel in der eleganten Villa Madruzzo, Via Ponte Alto, 26, Trento. Wer es uriger mag, dem empfehle ich die in den Bergen gelegene Pension Garnì Laura, Via dei Prai, 37, Miola di Piné. Der absolute Geheimtipp aber ist das Ristorante al Mas, das sich direkt daneben befindet. Authentischer kann man kaum Italienisch essen und preiswert ist es außerdem. Ganz in der Nähe, im Valsuganatal, liegt außerdem der idyllische Caldonazzosee (Lago di Caldonazzo) mit kleinen Badestränden an der West- und Südseite, den nur wenige Touristen kennen.

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Benimmregeln in Italien – welche am wichtigsten sind http://www.lifestyle-italien.de/2016/01/26/benimmregeln-in-italien-welche-am-wichtigsten-sind/ http://www.lifestyle-italien.de/2016/01/26/benimmregeln-in-italien-welche-am-wichtigsten-sind/#comments Tue, 26 Jan 2016 10:00:06 +0000 http://www.lifestyle-italien.de/?p=916 Benimmregeln in Italien? Klar, das Land steht für Sonne, Strand, gutes Essen und unkomplizierte Menschen. Trotzdem kann man sich hier nicht alles erlauben. Es gibt nämlich Regeln, an die man sich als Tourist möglichst halten sollte. Italien ist vor allem im Süden ein sehr traditionelles, eher konservatives Land und kulturell anders als Deutschland geprägt. Wer also nicht unangenehm auffallen will,… Read more →

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Benimmregeln in ItalienBenimmregeln in Italien? Klar, das Land steht für Sonne, Strand, gutes Essen und unkomplizierte Menschen. Trotzdem kann man sich hier nicht alles erlauben. Es gibt nämlich Regeln, an die man sich als Tourist möglichst halten sollte. Italien ist vor allem im Süden ein sehr traditionelles, eher konservatives Land und kulturell anders als Deutschland geprägt. Wer also nicht unangenehm auffallen will, sollte einige Dinge beachten.

Die 10 Benimmregeln in Italien:

 1. Angemessene Kleidung ist wichtig

Vor allem bei offiziellen Anlässen legen Italiener viel Wert auf elegante Kleidung. Sie haben einen angeborenen Sinn für Stil. Aber auch in der Freizeit kleidet man sich gut und auf keinen Fall zu freizügig. Typische Touristen-Outfits, bestehend aus kurzen Hosen, Sandalen und Trägerhemden sind bei Italienern gar nicht gerne gesehen. In Kirchen ist der Zutritt in dieser unangemessenen Kleidung generell nicht erlaubt.

2. Am Strand gibt es klare Regeln

Am Strand sollte man sich an einige Benimmregeln in Italien halten, damit man von Einheimischen nicht schief angesehen wird oder sogar ein Bußgeld erhält. Nacktbaden ist überall und auch für Kinder verboten. Zudem wechselt man nicht vor aller Augen die Badekleidung, sondern zieht sich in Umkleidekabinen um. Tiere und Ballspiele sind nur in speziell ausgewiesenen Strandabschnitten erlaubt. Handys müssen leise benutzt und Musik darf nur über Kopfhörer gehört werden. Gefälschte Markenware von Strandhändlern sollte man nie kaufen. Hier drohen besonders hohe Geldstrafen.

3. Augen auf im Straßenverkehr

Wie in anderen südlichen Ländern ist auch in Italien das Autofahren viel temperamentvoller und unkontrollierter als in Deutschland. Es wird gehupt, gedrängelt, rasant die Spur gewechselt, Vorfahrten und Zebrastreifen werden oft ignoriert. Beim Überqueren von Straßen sollte man sich deshalb lieber nicht auf Ampeln und Fußgängerüberwege verlassen. Als Autofahrer muss man versuchen, im Verkehr mitzuschwimmen und sich nicht allzu zögerlich zu verhalten, da man sonst gnadenlos niedergehupt wird.

4. Auf Pünktlichkeit wird kaum Wert gelegt

Pünktlichkeit ist bei Italienern kein großes Thema und wird sehr locker gehandhabt. Niemand rechnet damit, dass man genau zur vereinbarten Zeit am Treffpunkt erscheint. Üblich sind Verspätungen zwischen 15 und 30 Minuten. Und selbst im Geschäftsleben läuft es so.

5. In Bars stellt man sich an den Tresen

In Bars und Cafès bezahlt man in der Regel erst an der Kasse. Danach wird am Tresen unter Vorlage des „Scontrino“ bestellt. Und auch getrunken und verzehrt wird normalerweise schnell und im Stehen. Wer am Tresen ordert, die Rechnung begleicht und sich dann mit Speis und Trank an einen Tisch setzt, macht sich ziemlich unbeliebt. Wenn man nämlich im Sitzen bestellt, zahlt man deutlich mehr.

6. Restaurantbesuche und Tischsitten

Im Restaurant sollte man immer warten, bis man einen Platz zugewiesen bekommt und sich nicht einfach irgendwo hinsetzen. Ansonsten gelten die üblichen Tischmanieren. Wer Spaghetti bestellt, sollte diese nicht mit Löffel und Gabel essen, sondern lediglich mit der Gabel. Keinesfalls dürfen lange Nudeln mit dem Messer zerschnitten werden. Stattdessen dreht man eine nicht allzu große Menge ordentlich mit der Gabel auf und schiebt das Ganze dann möglichst komplett in den Mund. Außerdem wird Pasta mit Fisch nie zusammen mit Parmesan gegessen. Den streut man nur über Gerichte mit Gemüse oder Fleisch. In der Gastronomie wird eigentlich kein Trinkgeld gegeben, da die Preise den Service einschließen. Das auf der Speisekarte und Rechnung angegebene „Coperto“ ist kein Trinkgeld, sondern ein Betrag, den man für Gedeck und Brot bezahlen muss. Wer guten Service trotzdem belohnen möchte, lässt beim Verlassen des Lokals etwas Geld auf dem Tisch liegen.

7. Ab mittags nur noch Espresso

Italiener trinken nach dem Essen gerne einen Kaffee. Das ist immer ein Espresso und nie ein Cappuccino. Den trinkt man nämlich ausschließlich zum Frühstück. Wer einen Espresso bestellt, sagt dazu „caffè“ und nicht „Espresso“ und schon gar nicht „Expresso“. Seinen kleinen Kaffee sollte man nicht in einem Zug in sich hineinschütten, sondern durch langsames Nippen in aller Ruhe genießen.

8. Alkohol nur in Maßen

Obwohl gerne Wein getrunken wird, sind Italiener schockiert, wenn Leute in der Öffentlichkeit sturzbetrunken rumtorkeln. In Italien gilt es als Fauxpas, durch Alkohol die Kontrolle zu verlieren.

9. Tabuthemen bei Gesprächen

Es gibt verschiedene Themen, über die man mit Italienern nicht sprechen sollte. Dazu gehört unter Anderem das wirtschaftliche Gefälle zwischen Nord- und Süditalien. Auch über den Vatikan und seine Bedeutung sollte man seine persönliche Meinung möglichst nicht kundtun. Und im Süden des Landes ist vor allem das Thema Mafia unbeliebt, da die Menschen keine Lust mehr haben, hauptsächlich damit identifiziert zu werden.

10. Unterhalten und Körpersprache 

Italiener reden gerne laut und mit vielen Gesten. Wer also sympathisch wirken will – Hände aus den Taschen und mitgestikulieren. Außerdem wird viel Wert darauf gelegt, dass im Gespräch der Titel genannt wird. So sind Akademiker mit „dottore“ und Ingenieure mit „ingegnere“ anzusprechen. Zu den Topthemen über die Italiener gerne reden, gehören zum Beispiel die Kulturschätze des Landes und natürlich die gute italienische Küche.

Sicher gibt es noch einige andere Benimmregeln in Italien. Meiner Meinung nach sind die oben genannten am wichtigsten, aber ich freue mich über Kommentare und weitere Vorschläge.

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Steinbutt – ein schmackhafter Plattfisch http://www.lifestyle-italien.de/2016/01/15/steinbutt-ein-schmackhafter-plattfisch/ http://www.lifestyle-italien.de/2016/01/15/steinbutt-ein-schmackhafter-plattfisch/#respond Fri, 15 Jan 2016 11:54:41 +0000 http://www.lifestyle-italien.de/?p=3946 Steinbutt (ital.: rombo) ist ein hochwertiger Plattfisch mit festem Fleisch. Durch seinen leicht nussigen, unvergleichlichen Geschmack ist er nicht nur in Italien bei Feinschmeckern sehr beliebt. Das Aussehen gab dem Steinbutt seinen Namen Der Steinbutt kommt hauptsächlich im Atlantik, in Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer vor. Er lebt in der Nähe des Meeresgrundes, in etwa 20 bis 70 Metern… Read more →

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SteinbuttSteinbutt (ital.: rombo) ist ein hochwertiger Plattfisch mit festem Fleisch. Durch seinen leicht nussigen, unvergleichlichen Geschmack ist er nicht nur in Italien bei Feinschmeckern sehr beliebt.

Das Aussehen gab dem Steinbutt seinen Namen

Der Steinbutt kommt hauptsächlich im Atlantik, in Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer vor. Er lebt in der Nähe des Meeresgrundes, in etwa 20 bis 70 Metern Tiefe und wird durchschnittlich 60 Zentimeter lang. Sein Körper ist diskusförmig, schuppenlos und mit kleinen Hauterhebungen versehen, die kleinen Steinen ähneln. An der Unterseite ist er weiß und oben grau oder braun. Dadurch passt sich der schwer zu fangende Fisch farblich optimal an den Meeresboden an und schützt sich vor Feinden. Der Steinbutt ist linksäugig, das heißt, die Augen sitzen an der linken Körperflanke und er besitzt sehr scharfe Zähne.

Die beste Qualität bekommt man zwischen September und April

Steinbutt ist relativ hochpreisig, da er nicht so leicht zu fangen, sondern meist wertvoller Beifang in Schleppnetzen oder bei anderen Fischfangmethoden ist. Kaufen kann man den Speisefisch im Ganzen oder als Filet beim Fischhändler trotzdem das ganze Jahr über, da er auch in Zuchtfarmen aufgezogen wird. Besonders gut schmeckt die Qualität in den Monaten mit „-r“, also von September bis April. Steinbutt ist gesund, leicht verdaulich und enthält viele Mineralstoffe.

Was beim Einkauf und der Zubereitung zu beachten ist

Man sollte den Fisch gleich beim Einkauf küchenfertig ausnehmen und bei großen Exemplaren Kopf und Flossen entfernen lassen. Daheim empfiehlt es sich, ihn möglichst bald zu verzehren, also nicht länger als einen Tag im Kühlschrank zu lagern.
Einen ganzen Steinbutt sollte man, wie zum Beispiel auch eine Goldbrasse, im Backofen zubereiten. Filets lassen sich gut dünsten, dämpfen oder in der Pfanne braten. Bevor man mit der Zubereitung anfängt, muss man den Fisch kurz abspülen und trockentupfen.
Hier ein einfaches Rezept, das in Italien oft serviert wird:

Rombo al Forno – Steinbutt aus dem Ofen

Zutaten:
1 ganzer, küchenfertiger Steinbutt
4 Kartoffeln
Olivenöl
Rosmarin
Salz, evtl. Pfeffer

Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. Anschließend auf ein Backblech legen, ohne dass die Kartoffelscheiben überlappen, mit Salz und eventuell Pfeffer würzen, Olivenöl beträufeln und Rosmarinzweigen belegen. Den küchenfertigen und gesäuberten Fisch auf die Kartoffeln geben und wieder mit Olivenöl beträufeln. Dann bei 180 Grad etwa 20 Minuten in den vorgeheizten Backofen schieben. Buon Appetito!

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Amarone – Italiens außergewöhnlichster Wein http://www.lifestyle-italien.de/2016/01/07/amarone-italiens-aussergewoehnlichster-wein/ http://www.lifestyle-italien.de/2016/01/07/amarone-italiens-aussergewoehnlichster-wein/#respond Thu, 07 Jan 2016 17:45:33 +0000 http://www.lifestyle-italien.de/?p=3902 Amarone ist der wohl außergewöhnlichste italienische Wein. Der schwere, trockene Rotwein stammt aus dem Valpolicella-Gebiet in Venetien. Diese hügelige Landschaft im Nordosten Veronas ist schon seit der Römerzeit als Weinanbaugebiet bekannt. Der Amarona wird  aus den Rebsorten Corvina Veronese, Rondinella und Molinara hergestellt. Neben dem Barolo und Brunello zählt er zu den hochwertigsten DOCG-Rotweinen Italiens. DOCG ist ein Gütesiegel, das… Read more →

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Amarone

Amarone ist der wohl außergewöhnlichste italienische Wein. Der schwere, trockene Rotwein stammt aus dem Valpolicella-Gebiet in Venetien. Diese hügelige Landschaft im Nordosten Veronas ist schon seit der Römerzeit als Weinanbaugebiet bekannt. Der Amarona wird  aus den Rebsorten Corvina Veronese, Rondinella und Molinara hergestellt. Neben dem Barolo und Brunello zählt er zu den hochwertigsten DOCG-Rotweinen Italiens. DOCG ist ein Gütesiegel, das besagt, dass es sich um einen italienischen Spitzenwein handelt und davon gibt es lediglich etwa 5 Prozent.

Ein Versehen erfand diesen besonderen Wein

Schon seit dem 16. Jahrhundert trocknete man im italienischen Valpolicella Trauben auf Holzrosten, um daraus nach wenigen Monaten einen Wein mit hohem Zuckergehalt, den Recioto della Valpolicella zu keltern. In den 1930er Jahren soll schließlich der Legende nach ein Kellerarbeiter ein Fass Recioto vergessen haben und so gärte der Wein unbemerkt vor sich hin. Der enthaltene Restzucker erhöhte dadurch den Alkoholgehalt und der Fassinhalt bekam ein besonders üppiges Aroma. Der Amarone war erfunden.

Wie Amarone hergestellt wird

Nur die besten Trauben werden verwendet, um einen Amarone herzustellen. In besonders guten Erntejahren mit herausragender Traubenqualität wird der Wein „Amarone Riserva“ genannt.

Die optimal gereiften und ohne Fäulnisstellen geernteten Früchte trocknet man zwei bis vier Monate lang in luftigen Lagerhallen oder auf Dachböden und zwar in flachen Holzkästen. Dabei verflüchtigt sich ein Teil des Wassers und die Trauben verlieren bis zu 75 Prozent ihrer Flüssigkeit. Dieses Verfahren nennt man Appassimento (Trocknung). Anschließend werden die fast zu Rosinen getrockneten Trauben gemahlen und gemaischt. Die alkoholische Gärung dauert etwa fünfzig Tage und ist durch den hohen Zuckergehalt ebenfalls relativ hoch, nämlich bis zu 17 % Vol..  Danach reift der Wein mindestens drei Jahre in Eichenfässern.

Amarone ist tiefrot, hat ein leicht süßliches Bouquet von schwarzen Beeren, Kirschen, Schokolade und Dörrpflaumen. Der leicht bittere Geschmack, der von den enthaltenen Tanninen verursacht wird, gab ihm auch seinen italienischen Namen. „Amaro“  heißt nämlich „bitter“. Amarone ist außerdem sehr langlebig und kann bis zu dreißig Jahre in der Flasche reifen. Diesen speziellen Wein sollte jeder Italienfan mal probiert haben. Wer ihn mag, sagt – „ti amo Amarone“…

 

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Piadina – köstlicher Snack aus der Romagna http://www.lifestyle-italien.de/2015/12/14/piadina-koestlicher-snack-aus-der-romagna/ http://www.lifestyle-italien.de/2015/12/14/piadina-koestlicher-snack-aus-der-romagna/#respond Mon, 14 Dec 2015 11:44:21 +0000 http://www.lifestyle-italien.de/?p=3647 Eine Piadina ist ein flaches, fladenartiges Brot, das mit unterschiedlichen Zutaten gefüllt, in der Pfanne gebacken und anschließend noch warm gegessen wird. Früher war es ein Armeleuteessen Ursprünglich stammt die Piadina aus der Romagna, der Region zwischen Bologna und Rimini. Dort war sie ein Essen der armen Bauern, das sich einfach und preiswert aus Mehl, Schmalz, Wasser und Salz herstellen… Read more →

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PiadinaEine Piadina ist ein flaches, fladenartiges Brot, das mit unterschiedlichen Zutaten gefüllt, in der Pfanne gebacken und anschließend noch warm gegessen wird.

Früher war es ein Armeleuteessen

Ursprünglich stammt die Piadina aus der Romagna, der Region zwischen Bologna und Rimini. Dort war sie ein Essen der armen Bauern, das sich einfach und preiswert aus Mehl, Schmalz, Wasser und Salz herstellen ließ. Piadina machte satt und war eine Alternative zu Brot. Schon in den 1950er Jahren standen entlang der Staatsstraße in Richtung Adria kleine Verkaufsstände, an denen Piadine verkauft wurden. Heute gibt es sie an jeder Straßenecke und viele Restaurants servieren sie zusammen mit regional typischen Gerichten. Mittlerweile hat die original Piadina Romagnola sogar ein Gütezeichen, das  “I.G.P.” (Indicazione Geografica Protetta = geschützte geographische Angabe).

In italienischen Supermärkten sind die Fladen abgepackt erhältlich. Selbstverständlich kann man Piadina auch selbst machen. Was die Zutaten betrifft, gibt es verschiedene Rezepte. Hier ist eines davon zum Ausprobieren:

Zutaten
500 Gramm Mehl
125 Gramm Schweineschmalz
1 EL Salz
90 ml Wasser
1 TL Hefepulver
1 EL Zucker
100 ml Milch

Mehl, Hefepulver und weiches Schmalz  zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Anschließend Zucker sowie Milch hinzufügen und weiterkneten. Wasser nach und nach dazu und das Ganze etwas salzen. Wenn der Teig schön glatt ist und sich gut von der Schüssel lösen lässt, mit Frischhaltefolie abdecken und eine Stunde ruhen lassen. Anschließend auf eine bemehlte Fläche geben, jeweils etwa 2 mm dick und in einer Größe von etwa 20 cm Durchmesser ausrollen. Die Teigfladen in einer beschichteten Pfanne ohne Fettzugabe auf jeder Seite 2 Minuten backen. Sobald sich Blasen an der Oberfläche bilden, mit einer Gabel gleichmäßig verteilt einstechen.

Piadina schmecken erst mit der richtigen Füllung

In der Romagna füllt man die Piadine oft mit dem Frischkäse Squaquerone, der aus Kuhmilch hergestellt wird und eine cremige Konsistenz hat. Dazu wird dann Schinken oder Salami und Salat gelegt und die Piadina eingerollt. Alternativ kann man den noch heißen Fladen auf einer Seite mit verschiedenen Soßen, Wurst und Käse bedecken und die zweite Hälfte darüber klappen. Für den perfekten Genuss sollte die Piadina möglichst warm serviert werden.

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Santa Lucia wird am 13. Dezember gefeiert http://www.lifestyle-italien.de/2015/12/08/santa-lucia-wird-am-13-dezember-gefeiert/ http://www.lifestyle-italien.de/2015/12/08/santa-lucia-wird-am-13-dezember-gefeiert/#respond Tue, 08 Dec 2015 10:50:18 +0000 http://www.lifestyle-italien.de/?p=830 Santa Lucia gehört zu den Weihnachtstraditionen in Italien. Am 13. Dezember wird die Botin des Lichts gefeiert, die den Kindern Süßigkeiten und kleine Gaben auf die Fensterbank oder in die Schuhe legt. Sie kümmerte sich um Arme und Kranke Santa Lucia – die heilige Lucia wurde etwa um 283 n. Chr. in Syrakus auf Sizilien geboren. Nach dem Willen ihrer… Read more →

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Santa LuciaSanta Lucia gehört zu den Weihnachtstraditionen in Italien. Am 13. Dezember wird die Botin des Lichts gefeiert, die den Kindern Süßigkeiten und kleine Gaben auf die Fensterbank oder in die Schuhe legt.

Sie kümmerte sich um Arme und Kranke

Santa Lucia – die heilige Lucia wurde etwa um 283 n. Chr. in Syrakus auf Sizilien geboren. Nach dem Willen ihrer Mutter sollte Lucia möglichst früh heiraten und ein Bräutigam war bereits gefunden.

Trotz der damaligen Christenverfolgung wollte Santa Lucia ihr Leben lieber Gott widmen und jungfräulich bleiben. Deshalb verzögerte sie die Verlobung. Nachdem die Mutter erkrankte und durch eine Wallfahrt von ihrem Leiden geheilt wurde, stimmte auch sie dem Gelübde ihrer Tochter zu. Lucia gründete daraufhin mit Unterstützung der Familie eine Armen- und Krankenstation. Nachts versorgte sie Bedürftige mit Lebensmitteln, die sie von einem Esel tragen ließ. Um sich den Weg zu beleuchten und beide Hände frei zu haben, setzte sie sich einen Lichterkranz auf den Kopf.

Der verprellte Bräutigam klagte Lucia vor Gericht als Christin an, so dass sie mit nur 21 Jahren auf grausame Weise getötet wurde und als Märtyrerin starb. Seither gilt sie als Heilige der Armen und Kranken.

Santa Lucia wird in vielen Ländern verehrt

In Sizilien und den nördlichen Teilen Italiens ist der Tag der Santa Lucia ein nationaler Feiertag.
Auch in Serbien, Ungarn und Süddeutschland gibt es am Luciatag verschiedene Traditionen. So werden zum Beispiel wie am Barbaratag Kirschzweige in eine Vase gestellt, die für das kommende Jahr Glück bringen sollen.

Vor allem in Schweden ist der Luciatag ein besonderer Feiertag. Dort stellt jeweils die älteste Tochter der Familie die Heilige dar, trägt einen Kranz mit brennenden Kerzen und weckt morgens mit Weihnachtsplätzchen ihre Eltern und Geschwister.
Den Brauch des „Luzienhäuschen“-Schwimmens gibt es in Fürstenfeldbruck. Dort bauen Kinder Papierhäuschen auf Styroporplatten, die vorab in der Stadtsparkasse ausgestellt und am Abend des 13. Dezember mit Kerzen beleuchtet in die Amper gelassen werden.

Eine Mahlzeit für die Armen

In Italien ist Santa Lucia eine beliebte Heilige und besonders die Kinder freuen sich darauf, dass die Lichterkönigin vorbeikommt und ihnen kleine Geschenke bringt. Früher war es Brauch am Vorabend des 13. Dezembers eine Tasse Milch und trockenes Brot für den Esel von Santa Lucia vor die Tür zu stellen. Und immer noch wird „Torrone dei poveri“, eine Mahlzeit für die Armen traditionell zubereitet. Ursprünglich war sie aus Kichererbsen, die man so lange in Zucker kochte, bis daraus eine feste Masse entstand. Doch statt der Kichererbsen nimmt man inzwischen lieber Nüsse:

Torrone dei poveri

Zutaten
400 Gramm ganze Mandeln
200 Gramm ganze Haselnüsse
250 Gramm Honig
150 Gramm Zucker
2 Eiweiß
Orangeat
unbehandelte abgeriebene Zitronenschale

Den Honig im Wasserbad langsam und unter ständigem Rühren erhitzen. Währenddessen Eiweiß zu Eischnee schlagen und dem Honig zufügen. Zucker karamellisieren und ebenfalls hinzugeben. Weiterhin köcheln lassen, bis eine zähflüssige Konsistenz erreicht ist. Anschließend Nüsse, Orangeat und geriebene Zitronenschale möglichst gleichmäßig verteilt unterrühren. Sobald die Masse ihren unverwechselbaren Duft verströmt, gießt man das Ganze auf eine Marmorplatte oder ähnliches und streicht sie auf eine Höhe von etwa 2 Zentimetern glatt. Nach etwa 15 Minuten schneidet man die nun etwas abgekühlte Masse noch in Rechtecke von etwa 15 x 20 Zentimetern.

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Adventskranz – in Italien immer beliebter http://www.lifestyle-italien.de/2015/11/30/der-adventskranz-italien/ http://www.lifestyle-italien.de/2015/11/30/der-adventskranz-italien/#comments Mon, 30 Nov 2015 11:40:56 +0000 http://www.lifestyle-italien.de/?p=714 Ein Adventskranz, der klassisch aus frischen Tannenzweigen geflochten wird, hat vier Kerzen, die man beginnend vom ersten Adventssonntag nacheinander entzündet. Die Zunahme des Lichtes ist dabei ein Symbol für die Erwartung der Geburt Christi. In der Vorweihnachtszeit findet man in vielen deutschen Wohnzimmern einen Adventskranz und auch in Italien wird er zunehmend beliebter. Aber woher stammt diese Tradition ursprünglich? Ursprünglich… Read more →

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AdventskranzEin Adventskranz, der klassisch aus frischen Tannenzweigen geflochten wird, hat vier Kerzen, die man beginnend vom ersten Adventssonntag nacheinander entzündet. Die Zunahme des Lichtes ist dabei ein Symbol für die Erwartung der Geburt Christi.

In der Vorweihnachtszeit findet man in vielen deutschen Wohnzimmern einen Adventskranz und auch in Italien wird er zunehmend beliebter. Aber woher stammt diese Tradition ursprünglich?

Ursprünglich kommt der Kranz kommt aus Hamburg

Die Geschichte des Adventskranzes beginnt im Jahr 1839. Damals gründete der deutsche Theologe Johann Hinrich von Wichern das „Rauhe Haus“, eine Stiftung der Diakonie in Hamburg. Hier zündete er seinen Schülern an jedem Adventstag eine Kerze an, die er zuvor auf einen Holzkranz gesteckt hatte. Zu Weihnachten tauchte der Lichterkranz den Saal dann in ein festliches Licht.

In den darauffolgenden Jahren wurde der Aufenthaltsraum zusätzlich mit Tannenzweigen geschmückt und etwa ab 1860 auch besagter Holzreif. Im Lauf der Zeit verschwand dieser schließlich ganz und man ersetzte ihn durch einen aus Tannengrün gebundenen Kranz.
Zunächst wurde der Brauch ausschließlich in evangelischen Familien zelebriert, doch im Jahr 1925 schmückte erstmalig in Köln ein Adventskranz eine katholische Kirche. Seit dieser Zeit hat sich der Adventskranz als Tradition weltweit verbreitet.

Immer mehr Italiener schätzen den Adventskranz

In Italien beginnt ab November ein geschäftiges Treiben. Dann werkelt und bastelt man nämlich zwischen Südtirol und Sizilien. Zierdeckchen werden bestickt, Marmeladen eingekocht, Sterne geklebt und Liköre destilliert – alles für die traditionellen Weihnachtsmärkte und Basare, die in den meisten Gemeinden in der Vorweihnachtszeit stattfinden. 2014 gab es in Sarnthein in Südtirol sogar den größten originalen Adventskranz des Alpenraums. Er hatte einen Durchmesser von mehr als zehn Metern und war zwei Meter hoch.

Nicht nur in Südtirol, sondern in allen anderen Regionen werden mittlerweile Adventskränze gebunden. Denn auch italienische Familien schätzen die mit Kerzen geschmückten Gebinde, um sich auf das Weihnachtsfest einzustimmen.

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Südtiroler Weihnachtsmärkte sind besonders romantisch http://www.lifestyle-italien.de/2015/11/23/suedtiroler-weihnachtsmaerkte-sind-besonders-romantisch/ http://www.lifestyle-italien.de/2015/11/23/suedtiroler-weihnachtsmaerkte-sind-besonders-romantisch/#comments Mon, 23 Nov 2015 10:20:26 +0000 http://www.lifestyle-italien.de/?p=692 Wenn das Holz im Ofen knistert, die Tage kürzer werden und die Berggipfel vom ersten Schnee bedeckt sind, eröffnen die Südtiroler Weihnachtsmärkte. Es gibt fünf große Südtiroler Weihnachtsmärkte In den beschaulichen Gassen vieler Orte duftet es im Advent nach frischgebackenen Plätzchen und Apfelstrudel. Und ab Ende November lässt sich auf kleineren und den fünf großen Südtiroler Weihnachtsmärkten die Vorweihnachtszeit mit… Read more →

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Südtiroler WeihnachtsmärkteWenn das Holz im Ofen knistert, die Tage kürzer werden und die Berggipfel vom ersten Schnee bedeckt sind, eröffnen die Südtiroler Weihnachtsmärkte.

Es gibt fünf große Südtiroler Weihnachtsmärkte

In den beschaulichen Gassen vieler Orte duftet es im Advent nach frischgebackenen Plätzchen und Apfelstrudel. Und ab Ende November lässt sich auf kleineren und den fünf großen Südtiroler Weihnachtsmärkten die Vorweihnachtszeit mit allen Sinnen genießen.

Bozen – Waltherplatz
Die Hauptstadt Südtirols mit ihrer historischen Altstadt und den charakteristischen Arkaden ist während der Adventszeit aufwändig geschmückt. Der Bozener Christkindlmarkt gilt als größter Weihnachtsmarkt Italiens und lockt alljährlich unzählige Besucher an den Waltherplatz. 80 Aussteller verkaufen hier handgefertigte Produkte aus Glas, Holz oder Keramik, Christbaumschmuck und köstliches Weihnachtsgebäck.

Meran – Passerpromenade
Die zweitgrößte Stadt Südtirols verzaubert durch ihre mittelalterliche Altstadt. Auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Kurhaus findet man traditionsreiche Handwerksstände und regionale Spezialitäten. Für Abwechslung sorgt ein Rahmenprogramm mit Theater- und Musikaufführungen.

Sterzing – Stadtplatz
In der Bergwerksstadt wacht der mittelalterliche „Zwölferturm“ über dem Christkindlmarkt. Die bunten Häuserfassaden mit ihren Erkern sorgen für ein unvergleichliches Ambiente. Handgemachten Christbaumschmuck aus Stroh, Holz oder Glas, „Patschen“ (Lodenpantoffeln) und vieles mehr wird hier angeboten.

Brixen – Domplatz
Brixen gehört zu den schönsten Orten Italiens. Der Dom mit seinem 800 Jahre alten Kreuzgang verleiht dem Christkindlmarkt ein ganz besonderes Flair. Außerdem ist ein Besuch der Krippenausstellung in der Hofburg empfehlenswert.

Bruneck – Am Graben und Rathausplatz
Auf dem Weihnachtsmarkt zwischen den vier Haupttoren der mittelalterlichen Stadtbefestigung kann man traditionelle Handwerkskunst und verführerische Köstlichkeiten kaufen. Dazu gibt es ein schönes Rahmenprogramm und eine Eislaufbahn.

Südtiroler Weihnachtsmärkte – authentisch und natürlich

Seit 2014 sind die Südtiroler Weihnachtsmärkte als sogenanntes Green Event zertifiziert. In Zusammenarbeit mit dem Ökoinstitut Südtirols wird streng darauf geachtet, dass alle Standbetreiber umweltbewusst und nachhaltig agieren. Es werden keine Ressourcen verschwendet, Abfälle vermieden beziehungsweise sorgfältig getrennt und das Warenangebot besteht hauptsächlich aus regionalen Erzeugnissen.

In den verschiedenen Tälern finden noch weitere, kleinere Südtiroler Weihnachtsmärkte statt, die ebenfalls sehenswert sind. So kann man zum Beispiel beim Grödner Christkindlmarkt vorweihnachtlichen Klängen lauschen und dabei einheimische Leckereien probieren. Der Mittelalterliche Weihnachtsmarkt in Klausen wird nur von Kerzen und Fackeln erleuchtet und das Flair vergangener Epochen strömt aus allen Ecken der romantischen Altstadt.

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