Halloween in Italien – wie dort gefeiert wird

Halloween in ItalienHalloween in Italien – Skelette klappern, Hexen fliegen durch die Dunkelheit und Geister spuken. Jedes Jahr, in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November ziehen auch hier verkleidete Kinder von Haus zu Haus. Außerdem gibt es zahlreiche Partys, spezielle Umzüge und besonders gruselige Sehenswürdigkeiten.

Halloween in Italien ist ein irischer Brauch

Ursprünglich entstanden ist Halloween im katholischen Irland. Im 19. Jahrhundert gelangte diese Tradition durch irische Auswanderer in die Vereinigten Staaten und seit einigen Jahrzehnten feiert man auch in Europa.
Der Brauch beleuchtete Kürbisse an Halloween in Italien aufzustellen, stammt ebenfalls aus Irland. Der Legende nach lebte dort nämlich der böse Jack Oldfield, der den Teufel fing und erst wieder freiließ, als dieser ihm versprach, seine Seele in Ruhe zu lassen. Als Jack starb, kam er dadurch weder in den Himmel noch in die Hölle, sondern irrte ziellos in der Dunkelheit herum. Der Teufel hatte Erbarmen und gab ihm eine ausgehöhlte Rübe mit einer glühenden Kohle, damit er sich im Dunkeln zurechtfinden konnte.
Bis heute werden schaurige Motive in Kürbisse geschnitzt und mit einer Kerze beleuchtet, um so böse Geister vom Haus fernzuhalten.

Italienische Städte im Halloween-Fieber

Halloween in Italien wird in allen Regionen gefeiert. Wie in Amerika laufen abends verkleidete Kinder durch die Straßen und fragen „Dolcetto o scherzetto“ in der Hoffnung, Süßigkeiten geschenkt zu bekommen. Und die Erwachsenen vergnügen sich zu Halloween in Italien auf gruseligen Partys.
Im toskanischen Borgo a Mozzano gibt es alljährlich einen großen Halloween-Umzug, auf dem Dämonen, Vampire und Hexen ausgelassen feiern und tanzen. Dazu finden überall in der Stadt verschiedene Konzerte und Feierlichkeiten statt.
Corinaldo bei Ancona in den Marken bezeichnet sich selbst als Hauptstadt des Halloween in Italien. Hier feiert man das „Festa delle Streghe“ (Fest der Hexen). Die Trattorie werden schaurig dekoriert und auf den Straßen trifft man verkleidete Hexen und Geister, die für eine gruselige Atmosphäre sorgen. Dazu werden die Häuser von Corinaldo gespenstisch beleuchtet und es gibt eine große Show mit Musik und Feuerwerk.

Palermo bietet die schaurigste Sehenswürdigkeit

Doch wer sich an Halloween in Italien richtig gruseln will, sollte nach Palermo reisen. In den Katakomben des Kapuzinerklosters kann man nämlich Europas größte Mumiensammlung besichtigen. Aber das ist nichts für schwache Nerven! Steigt man die Treppe der Kapuzinergruft nach unten, stehen in den Gängen etwa 2.000 mumifizierte Tote aufrecht an den Wänden. Sie befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Verwesung. Manche sind bereits skelettiert, andere noch von einer Lederhaut überzogen. Der gute Zustand der Mumien liegt an den besonderen klimatischen Bedingungen, die in den Katakomben herrschen.

Sehr gruselig ist auch die verlassene Insel Poveglia bei Venedig, die nicht betreten werden darf. Sie gilt als der verfluchteste Ort der Welt.  Die Geister der Menschen, die im 18. Jahrhundert aufgrund ansteckender Krankheiten nach Poveglia gebracht wurden, sollen dort immer noch spuken. Seit den 1970er Jahren ist Poveglia unbewohnt. Bis heute steht das Mobiliar der Pychiatrie, die sich später auf der Insel befand, in den zerfallenen Gebäuden. Um Staatsschulden abzubauen, sollte sie 2014 verkauft werden. Doch es wurde zu wenig geboten und so bleibt die Insel des Grauens vorerst im Besitz des italienischen Staates.

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  2 comments for “Halloween in Italien – wie dort gefeiert wird

  1. 5. November 2015 at 10:29

    Das kann ich bestätigen, auch hier in Verbania kamen die Kinder und klingelten. Allerdings waren sie nachsichtig mit uns, und das Haus blieb unmarkiert, obwohl wir keine Süßigkeiten vorbereitet hatten. Und besonders in den Bäckereien wird man auf Halloween aufmerksam, durch Kekse in Gruseldekoration.

  2. 8. Dezember 2015 at 10:16

    Oh also ich hätte nicht erwartet, dass Italiener Halloween feiern da das doch eher typisch amerikanisch ist und sie nicht so sehr von solchen Sachen sich beeinflussen lassen:)
    Aber mittlerweile scheint sich das dann doch langsam zu übertragen;-)
    Ich persönlich mag lieber den Karneval!
    Grüße aus der Nordbleche in Holdorf, Lucia.

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